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Bär wünscht sich mehr Begeisterung für Veränderungen

Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär (CSU) spricht im Bundestag. Foto: C. Gateau/Archiv
Staatsministerin für Digitalisierung Dorothee Bär (CSU) spricht im Bundestag. Foto: C. Gateau/Archiv FOTO: Christophe Gateau
Berlin. Die Staatsministerin für Digitales, Dorothee Bär (CSU), sieht vor allem im ländlichen Raum große Chancen für die Digitalisierung. Durch den schnellen Austausch von Information könnten Menschen auf dem Land Zugriff auf alle Angebote bekommen, wie sie heute vor allem Stadtbewohner hätten, etwa E-Commerce und Telemedizin. Dadurch werde das Leben auf dem Land attraktiver, das Wachstum der Städte verlangsamt. „Der Megatrend Digitalisierung wird den Megatrend Urbanisierung stoppen“, sagte Bär am Dienstag auf dem Kongress Deutscher Lokalzeitungen. dpa

Zwar sei der Breitbandausbau dafür Voraussetzung. Sie wünsche sich aber auch mehr Offenheit für Veränderungen in Deutschland. „Wir brauchen nicht mehr Begeisterung, sondern überhaupt Begeisterung“, sagte die Staatsministerin.

Der Vorstandsvorsitzende des Verbands Deutscher Lokalzeitungen (VDL), Robert Dunkmann („Ostfriesische Nachrichten“, Aurich) sagte, Lokalblätter seien ein Garant für die Pressevielfalt. Mit neuen Geschäftsmodellen stellten sich die Verlage den Herausforderungen der Globalisierung. „Bürokratiemonster“ wie etwa der Mindestlohn oder die Datenschutzverordnung erschwerten allerdings das Geschäft.

Der VDL vertritt rund 80 mittelständische Zeitungen mit einer Gesamtauflage von 1,4 Millionen Exemplaren.

Verband Deutscher Lokalzeitungen