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| 13:36 Uhr

Avus-Tribüne verschwindet hinter Bretterwand

Die marode und denkmalgeschützte Tribüne an der Autobahn 115. Foto: Gregor Fischer/Archiv
Die marode und denkmalgeschützte Tribüne an der Autobahn 115. Foto: Gregor Fischer/Archiv FOTO: Gregor Fischer
Berlin. Die historische Zuschauertribüne an der Berliner Avus verschwindet für Monate hinter einer Bretterwand. Grund ist die Sanierung des denkmalgeschützten Bauwerks an der Autobahn 115 nahe dem Dreieck Funkturm. dpa

Bis Freitag ist die rechte Spur in Fahrtrichtung Potsdam deshalb jeweils von 8.00 bis 15.00 Uhr gesperrt, wie der Besitzer der Tribüne, Hamid Djadda, am Dienstag mitteilte. Er will die Zuschauerränge sanieren und 2021 als Ausstellungs- und Veranstaltungsort präsentieren - zum 100. Jahrestag der Eröffnung der Automobil-Verkehrs- und Übungsstraße (Avus).

Im Frühjahr wurde das marode Dach abgerissen, in den Herbstferien beginnt der originalgetreue Nachbau. Vorbeifahrende Autofahrer werden davon nichts sehen, die Holzwand vor der Baustelle wird zwölf Meter hoch und 80 Meter lang. „Ich hatte mir das eingangs einfacher vorgestellt, ein so geschichtsträchtiges Berliner Wahrzeichen wieder instand zu setzen“, sagte Djadda. Es gebe viele Auflagen. Das Dach soll im nächsten Jahr fertig werden, dann werden die Ränge saniert. In den Räumen unter der Tribüne sind Büros geplant, die Verhandlungen mit möglichen Mietern laufen.

Bis zu fünf Millionen Euro sollen investiert werden. Die Avus gilt als erste Autobahn. Weil sie auch für Rennen genutzt wurde, entstand die 200 Meter lange Tribüne direkt an der Fahrbahn, die aber schon seit Jahrzehnten verfällt.

Umbauentwürfe