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Ausweise gefälscht und eingesetzt: Zwei Männer angeklagt

Berlin. Weil sie etliche falsche Ausweise hergestellt und für die Eröffnung von Bankkonten genutzt haben sollen, müssen sich zwei Männer ab heute vor dem Berliner Landgericht verantworten. Ein 41-jähriger Angeklagter soll für die Fälschungen zuständig gewesen sein. Ein 33-Jähriger habe damit Konten eröffnet und später auf Anweisung des älteren Verdächtigen Geld abgehoben. Dabei habe es sich um Beträge gehandelt, die gesondert verfolgte Mittäter durch Betrügereien ergaunert hatten. Laut Ermittlungen sollte kriminell erlangtes Geld „gewaschen“ werden. Den Angeklagten werden 65 Taten zur Last gelegt. Neun Prozesstage sind vorgesehen. dpa

Nach einer Betrugsserie mit gefälschten Ausweisen hat vor dem Berliner Landgericht der Prozess gegen zwei Angeklagte begonnen. Ein 41-Jähriger soll 65 Personaldokumente gefälscht haben. Der 33-jährige Mitangeklagte habe damit in sechs Fällen Bankkonten eröffnet. Beabsichtigt sei gewesen, Gelder aus Betrugstaten auf diese Konten zu transferieren und zu „waschen“, heißt es in der am Donnerstag verlesenen Anklage.

Die beiden Verdächtigen sollen etwa vier Jahre lang betrügerisch aktiv gewesen sein. Der 41-Jährige habe ab 2013 falsche finnische, polnische, lettische oder schwedische ID-Karten hergestellt, „um diese entweder gewinnbringend zu verkaufen oder aber für weitere Betrugstaten einzusetzen“, heißt es in der Anklage. Im April 2017 habe eine Frau einen falschen lettischen Pass zum Preis von 1200 Euro bei dem 41-Jährigen erworben.

Die Angeklagten wurden im Juni festgenommen. Damals hatte sich der 41-Jährige den Angaben zufolge mit einem falschen lettischen Pass ausgewiesen. Ob sich die beiden Männer zu den Vorwürfen äußern, blieb am ersten Verhandlungstag offen. Der Prozess um Betrug und Urkundenfälschung wird am 12. Dezember fortgesetzt.