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Arbeit in Flüchtlingshilfe schwieriger als 2015

Berlin. Rund zwei Jahre nach dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise engagieren sich weiterhin viele Berliner in der Arbeit mit Flüchtlingen. Die Arbeit ist jedoch schwieriger geworden, wie eine Umfrage der dpa ergab. „Es lässt sich ein deutlicher Wandel im ehrenamtlichen Engagement in der Flüchtlingshilfe beobachten, bedingt durch einen veränderten Bedarf“, sagte etwa Henric Maes, Diözesan-Geschäftsführer der Malteser in Berlin. dpa

Mittlerweile ist die Zahl an Helfern geringer - die Aufgaben aber werden immer komplexer. Wo es früher um die akute Existenzsicherung ging - Wasser, Kleidung, Windeln - gehe es heute um Behördengänge, Sprachkenntnisse, Begleitung beim Berufseinstieg.

„Das Engagement ist immer noch groß, hat sich aber gewandelt“, sagte der Ehrenamtskoordinator des Berliner Landesamts für Flüchtlingsfragen, Kai-Yong Mohr. Er vermutet, dass es an den Unterkünften etwa 3000 Helfer gebe. In einem Onlineportal zur Koordination von Freiwilligen seien 43 000 Menschen angemeldet. „Die Zahl wird wahrscheinlich dazwischen liegen“, so Mohr.