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Anwohnerbefragung zu Straßenstrich an der Kurfürstenstraße

Ein Straßenschild der Berliner Kurfürstenstrasse ist zu sehen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Archiv
Ein Straßenschild der Berliner Kurfürstenstrasse ist zu sehen. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Archiv FOTO: Klaus-Dietmar Gabbert
Berlin. Die massiven Probleme rund um den Straßenstrich in der Berliner Kurfürstenstraße sollen jetzt durch eine Anwohnerbefragung genauer untersucht werden. Der Bezirk Mitte verschickt in der nächsten Zeit 6100 Fragebögen an alle Haushalte in dem Gebiet. So wolle man klären, wie groß der Anteil der Bewohner ist, der unter Müll, öffentlichem Sex, Fäkalien, Kriminalität und Lärm leidet, sagte der Bezirksbürgermeister von Mitte, Stephan von Dassel (Grüne), am Donnerstag. dpa

Schon lange tobt eine heftige politische Debatte um die Situation in der Kurfürstenstraße, wo seit Jahrzehnten junge Prostituierte, inzwischen vor allem aus Osteuropa, Sex anbieten. Anwohner, Schulen und Kitas beschweren sich über Verwahrlosung, verdreckte Hauseingänge, Kondome und Drogen. Von Dassel forderte ein Verbot der Straßenprostitution, einen sogenannten Sperrbezirk, wie ihn die meisten Städte außer Berlin haben. Teile der Grünen widersprechen, weil sie von ordnungspolitischen Maßnahmen ein Fortschreiten der Gentrifizierung mit steigenden Mieten erwarten.