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| 13:52 Uhr

Behörden raten Gästen: Unbedingt zum Arzt
Ansteckende Hirnhautentzündung kursiert in Berliner „Kitkat“-Club

(Symbolfoto) In einem Berliner Club ist eine bakterielle Hirnhautentzündung übertragen worden, Unbehandelt kann die Erkrankung sehr gefährlich werden. Archivfoto: fotolia
(Symbolfoto) In einem Berliner Club ist eine bakterielle Hirnhautentzündung übertragen worden, Unbehandelt kann die Erkrankung sehr gefährlich werden. Archivfoto: fotolia FOTO: fotolia
Berlin. Wer am Wochenende im Berliner KitKatClub feiern war, sollte zum Arzt gehen: In dem Club in Berlin-Mitte ist ein Gast vermutlich am Samstag mit einer bakteriellen Hirnhautentzündung angesteckt worden, wie das Bezirksamt Reinickendorf mitteilte. Die Krankheit ist sehr ansteckend - und der Club als sehr freizügig bekannt.

„Bitte suchen Sie sofort ihre Hausärztin, ihren Hausarzt oder die Rettungsstelle eines Krankenhauses auf“, teilte die Behörde am Dienstag mit. Die Ansteckung erfolge über Flüssigkeiten aus dem Mund- und Rachenraum. „In der Regel ist dazu ein sehr enger Kontakt nötig. Die vorbeugende Behandlung besteht üblicherweise aus der Einnahme eines Antibiotikums“, hieß es. Der Club ist als sehr freizügig bekannt, die Gäste können dort vor den Augen anderer Sex haben.

Eine bakterielle Hirnhautentzündung - im Fachjargon Meningitis genannt - sei eine schwerwiegende Erkrankung, hieß es weiter. Symptome seien starke Kopfschmerzen, hohes Fieber, Schüttelfrost oder Schwindel und und Nackensteifigkeit. Innerhalb weniger Stunden könne sich ein lebensbedrohliches Krankheitsbild entwickeln. Vor allem, wenn die Erkrankung von Bakterien verursacht wurde, kann sie schnell gefährlich und sogar lebensbedrohlich werden.

Bei etwa jedem zweiten Erwachsenen mit einer bakteriellen Meningitis treten Komplikationen auf, die unterschiedlich schwer ausgeprägt sein können. Eine Schwellung des Gehirns, ein Blutgerinnsel im Hirn, Krampfanfälle oder geistige Beeinträchtigungen sind möglich. Im Rahmen einer durch Meningokokken verursachten Meningitis kann sich eine Blutvergiftung entwickeln.

(dpa/lsc)