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Angeklagter schweigt in Drogen-Prozess

Berlin. Rund 275 Kilogramm Drogen soll ein 27-Jähriger in zwei „Bunkerfahrzeugen“ in Berlin-Charlottenburg versteckt haben. Sechs Monate nach seiner Festnahme hat der Mann am Mittwoch im Prozess vor dem Landgericht zunächst geschwiegen. Er soll über rund 241 Kilogramm Marihuana, 34 Kilogramm Amphetamin-Gemische sowie rund 5000 Tabletten synthetischer Drogen verfügt haben. Der Verteidiger kündigte zu Prozessbeginn am Mittwoch an, sein Mandant werde sich möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt äußern. dpa

Der Angeklagte soll ab Mai 2017 mindestens zwei Kleintransporter für Drogengeschäfte genutzt haben. „Zur Verschleierung seiner Aktivitäten parkte er die auf ihn zugelassenen Bunkerfahrzeuge von Zeit zu Zeit um und fuhr diese mit wechselnden Mietwagen an“, heißt es in der Anklage. In den Kleintransportern habe er „diverse größere Mengen“ Betäubungsmittel zum Verkauf gelagert. Insgesamt sechs scharfe Schusswaffen habe er zum Schutz seiner illegalen Handelsgeschäfte in den Fahrzeugen verwahrt.

Bei der Festnahme des 27-Jährigen am 28. Juni hatten Polizeibeamte in beiden Kleintransportern verschiedene Drogen sichergestellt - unter anderem Marihuana in zwei Reisetaschen und 32 Kartons sowie flüssiges Amphetamin-Gemisch in drei Zehn-Liter-Plastikkanistern. Die Anklage lautet unter anderem auf bewaffneten Drogenhandel. Der Prozess wird am 4. Januar fortgesetzt.