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ALBA nach Bayern-Coup: „In einem richtigen Moment erwischt“

Münchens Djedovic (l) und Berlins Grigonis kämpfen um den Ball. Foto: Peter Kneffel/Archiv
Münchens Djedovic (l) und Berlins Grigonis kämpfen um den Ball. Foto: Peter Kneffel/Archiv FOTO: Peter Kneffel
Berlin. ALBA Berlin hat in der Basketball-Bundesliga die Siegesserie von Bayern München beendet. Im Spitzenspiel siegte das Team von Trainer Aito Garcia Reneses beim Tabellenführer nach einer hitzigen Partie überraschend deutlich mit 91:72 (34:39). Für ALBA war es der elfte Ligasieg in Serie und die erfolgreiche Revanche für die Pokalfinal-Pleite vor fünf Wochen. Bester Berliner Werfer war Peyton Siva mit 16 Punkten. Die Münchner hatten zuvor 20 Ligaspiele in Serie gewonnen. dpa

Die Verantwortlichen von ALBA Berlin bleiben auch nach dem 91:72-Sieg im Spitzenspiel der Basketball-Bundesliga bei Tabellenführer Bayern München zurückhaltend. „Wir haben die Bayern in einem richtigen Moment erwischt und sollten es deshalb nicht überbewerten“, sagte Manager Marco Baldi.

Während ALBA sich die ganze Woche auf das Spitzenspiel vorbereiten konnte, mussten die Bayern unter der Woche noch zweimal im Eurocup-Halbfinale ran. Die Münchner starteten stark, ließen jedoch deutlich nach. „Nach den schweren Spielen gegen Istanbul hatte München Probleme, das Tempo durchzuhalten“, befand Trainer Aito Garcia Reneses. Baldi ist deshalb sicher: „Wenn sie wieder frischer sind, werden sie ganz anders spielen.“

Nach den Niederlagen im Hinspiel und im Pokalfinale vor fünf Wochen war der Sieg aber Balsam für die ALBA-Seele. „Wir sind sehr glücklich“, gestand Aito.

Das Spitzenspiel war dabei zeitweise von Hektik geprägt. Im dritten Viertel gerieten Joshiko Saibou und Bayern-Spieler Reggie Redding aneinander - beide wurden anschließend disqualifiziert. Redding hatte Saibou zuvor mit der Hand im Gesicht getroffen. Die Hinausstellung des deutschen Nationalspieler konnte Baldi dann nicht verstehen. „Saibou hat sich ja praktisch nur gewehrt.“

Mit dem Sieg verkürzte ALBA als Tabellenzweiter den Rückstand auf die Bayern auf vier Punkte und hat den direkten Vergleich für sich entschieden. „Ich glaube aber nicht, dass er gebraucht wird“, sagte Baldi. Vom Thema Meisterschaft spricht deshalb noch niemand. „Wir wollen den Platz halten, den wir jetzt haben“, erklärte der Manager.

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