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AfD-Vize hält Parteispaltung für „unwahrscheinlich“

AfD-Vize Georg Pazderski. Foto: Philipp von Ditfurth
AfD-Vize Georg Pazderski. Foto: Philipp von Ditfurth FOTO: Philipp von Ditfurth
Berlin. Der neue AfD-Vize Georg Pazderski sieht nach den erbitterten Flügelkämpfen auf dem jüngsten Parteitag keine Gefahr einer Spaltung. Der Bundesvorstand sei gut aufgestellt, die AfD sei im Bundestag sowie in 14 Landesparlamenten vertreten und werde 2018 auch in Bayern und Hessen in die Landtage einziehen. „Dass sich so eine Partei spaltet, ist sehr unwahrscheinlich“, sagte er am Dienstag in Berlin. dpa

Den gemäßigten Flügel in der AfD sieht der Berliner Landes- und Fraktionsvorsitzende gestärkt. „Ich bin der dritte Mann in der Partei“, sagte Pazderski. Im neuen Bundesvorstand seien moderate Politiker in der klaren Überzahl. „Am moderaten Teil der Partei kommt niemand mehr vorbei.“ Insofern sei er über seine Niederlage im Kampf um die Parteispitze auch nicht enttäuscht.

Klar sei, dass die AfD „erwachsener werden“ müsse. Sie müsse mehr Mitglieder und Wähler gewinnen, sich in der Bürgergesellschaft verankern und für die Übernahme von Regierungsverantwortung vorbereiten. Und: „Das Potenzial der AfD liegt nicht am rechten Rand, sondern in der rechten Mitte“, so Pazderski. Zentrale politische Bühne für die AfD müssten die Parlamente sein: „Mit „Merkel muss weg“-Rufen auf Demos erreichen wir die Bürger nicht.“

Die AfD hatte am Wochenende Jörg Meuthen als Parteichef bestätigt, neuer Co-Vorsitzender ist Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland. Er war erst nach einem Patt zwischen Pazderski und der vom rechtsnationalen Flügel favorisierten Überraschungskandidatin Doris von Sayn-Wittgenstein aus Schleswig-Holstein angetreten. Pazderski kandidierte nicht gegen Gauland und wurde zum Stellvertreter gewählt.

AfD-Bundesvorstand