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AfD-Politiker schweigt im Prozess um Volksverhetzung

Kay Nerstheimer. Foto: Michael Kappeler/Archiv
Kay Nerstheimer. Foto: Michael Kappeler/Archiv FOTO: Michael Kappeler
Berlin. Der Berliner AfD-Politiker Kay Nerstheimer muss sich heute wegen Volksverhetzung vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten. Der 53-Jährige, der als fraktionsloser Parlamentarier im Berliner Abgeordnetenhaus sitzt, soll laut Anklage im Dezember 2014 auf Facebook Schwule und Lesben verunglimpft haben. Mit seinen Äußerungen habe er Menschen mit homosexueller Orientierung als im Vergleich zum Rest der Bevölkerung körperlich und sozial minderwertig dargestellt. Der umstrittene AfD-Politiker hatte 2016 nach der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus auf eine Mitgliedschaft in der Fraktion verzichtet. Für den Strafprozess ist ein Tag geplant. dpa

Der Berliner AfD-Politiker Kay Nerstheimer hat in einem Strafprozess zum Vorwurf der Volksverhetzung geschwiegen. Der 53-Jährige, der als fraktionsloser Parlamentarier im Berliner Abgeordnetenhaus sitzt, soll im Dezember 2014 auf Facebook Schwule und Lesben verunglimpft haben. Er habe mit seinen Äußerungen Menschen mit homosexueller Orientierung als im Vergleich zum Rest der Bevölkerung körperlich und sozial minderwertig darstellen wollen, heißt es in der zu Prozessbeginn am Freitag vor dem Amtsgericht Tiergarten verlesenen Anklage. Der Verteidiger erklärte, sein Mandant äußere sich nicht. Zudem kündigte Anwalt einen Beweisantrag an.