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19-Jährige in Grünanlage erstochen

Das Gebäude des Landgerichts Berlin in der Turmstraße. Foto: Jens Kalaene dpa/Archiv
Das Gebäude des Landgerichts Berlin in der Turmstraße. Foto: Jens Kalaene dpa/Archiv FOTO: Jens Kalaene
Berlin. Im Prozess um die Ermordung einer 19-Jährigen in einer Grünanlage in Berlin-Reinickendorf hat der Angeklagte tödliche Messerstiche gestanden. Als ihn die Bekannte beschimpft habe, sei er wütend geworden und habe ihr mehrere Stiche versetzt, erklärte der 27-Jährige am Mittwoch vor dem Landgericht der Hauptstadt. Für die Tötung vor sechs Monaten gebe es keine Entschuldigung. Der Vorwurf einer versuchten Vergewaltigung stimme aber nicht. dpa

Die Staatsanwaltschaft geht von einem Mord zur Verdeckung einer versuchten Sexualstraftat aus. Der Angeklagte soll die 19-Jährige, die mit seiner Verlobten sehr gut befreundet war, am Abend des 17. Mai bei einem gemeinsamen Spaziergang zunächst sexuell attackiert haben. Sie habe ihn abwehren können - „durch Kratzen und Abwenden“, heißt es in der Anklage. Um eine Anzeige zu verhindern, habe er die junge Frau durch mehrere Messerstiche in den Hals umgebracht. Die 19-Jährige sei innerhalb kürzester Zeit verblutet.

Der Angeklagte erklärte am zweiten Prozesstag, er habe eine „gute und vertraute Freundin getötet“. Sie seien eineinhalb Stunden in einem Waldstück gewesen und hätten geredet. Er habe zwar versucht, die Bekannte zu küssen. „Sie wollte aber nicht, ich habe das akzeptiert.“ Als sie schimpfte und sagte, ihre Freundin hätte „solch einen Idioten nicht verdient“, sei er wütend geworden. Er sei ein junger Mann, mit dem „wohl etwas nicht stimmt“. Zuletzt sei er auch bei der Arbeit gemobbt worden. Der Prozess wird am 24. November fortgesetzt.