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Internationale Gartenausstellung IGA beendet
Die IGA endet mit viel Sonnenschein

Auf den Bildern aus Drohenperspektive sind die „Internationalen Gartenkabinette“ auf dem Gelände der Iga Ende Mai im Überblick zu sehen zu sehen. Gestern war der letzte Tag der Internationalen Gartenschau. Petrus hatte sich mit dem Wetter Mühe gegeben. Mehr als an vielen Tagen zuvor.
Auf den Bildern aus Drohenperspektive sind die „Internationalen Gartenkabinette“ auf dem Gelände der Iga Ende Mai im Überblick zu sehen zu sehen. Gestern war der letzte Tag der Internationalen Gartenschau. Petrus hatte sich mit dem Wetter Mühe gegeben. Mehr als an vielen Tagen zuvor. FOTO: Britta Pedersen / dpa
Berlin. Grün, grüner, Marzahn. Mit dem Gartenfestival am östlichen Stadtrand hat Berlin ein neues Kleinod jenseits bekannter Touristenpfade geschaffen, sind sich Experten sicher. Nun schließt die Internationale Gartenausstellung (IGA). dpa

Mit Sonnenschein und Tausenden Besuchern hat sich am Sonntag die Internationale Gartenausstellung (IGA) in Berlin-Marzahn verabschiedet.

Bei sonnigem Herbstwetter strömten allein an diesem Wochenende mehr als 47 000 Gäste auf das rund 100 Hektar große Gelände am östlichen Stadtrand. IGA-Geschäftsführer Christoph Schmidt sagte: „Danke Berlin für dieses einzigartige IGA-Jahr.“

Zahlreiche Besucher besichtigen am letzten IGA-Tag noch einmal die Aussichtsplattform „Wolkenhain“
Zahlreiche Besucher besichtigen am letzten IGA-Tag noch einmal die Aussichtsplattform „Wolkenhain“ FOTO: Britta Pedersen / dpa

Bei einem großen Abschlussfest in der neu erbauten Arena sollte auch symbolisch der Staffelstab an die Stadt Heilbronn übergeben werden, die 2019 die Bundesgartenschau ausrichtet. So schönes Wetter wie am Sonntag gab es nicht allzu oft während der 186 IGA-Tage.

Immer wieder Regen und kühles Wetter trübten die Bilanz. Statt der ursprünglich erwarteten rund zwei Millionen Gäste ging die Schau nun mit 1,6 Millionen Besuchern zu Ende. Es waren auch Stimmen zu hören, die den Ticketpreis von 20 Euro zu hoch fanden. Am Sonntag kostete die Eintrittskarte nur noch zehn Euro. Vorab hatte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) Deutschlands größtes Gartenfestival als „Erfolg für unsere Stadt“. gewertet.

Auf dem Areal hätten viele Menschen Entspannung gefunden. Marzahn-Hellersdorf mit vielen Plattenbauten habe sein Image als grüner Bezirk befördert.

Müller, der im April zur Eröffnung der Gartenausstellung gekommen war, schickte zum Abschluss die Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales, Sawsan Chebli, nach Marzahn.

Nach Angaben der IGA-Geschäftsführung können wegen der fehlenden Einnahmen nur etwa 20 Millionen Euro in die Landeskasse gezahlt werden – zehn Millionen Euro weniger als kalkuliert.

In die dauerhafte Infrastruktur des Bezirkes wurden laut Senat 125 Millionen Euro aus verschiedenen Töpfen investiert.

Die Schau war im April von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnet worden. Der Monat war laut IGA der kälteste seit zehn Jahren. An einem Tag blieb die Ausstellung wegen des Sturms „Xavier“ komplett dicht.

Highlights waren für viele Besucher eine Fahrt mit der Kabinen-Seilbahn, der Blick von der neuen Aussichtsplattform „Wolkenhain“, ein Gang durch die Wassergärten oder die internationalen Gartenkabinette. Spielplätze und eine Sommerrodelbahn lockten viele Kinder an.

IGA-Geschäftsführer Schmidt sieht Positives auf Dauer.

„Durch die IGA wird die Hauptstadt insgesamt überregional noch stärker als lebenswerte Metropole wahrgenommen“, hatte er betont. „Berlins Attraktionen liegen nicht nur in Mitte“, unterstrich der Geschäftsführer der Berlin Tourismus und Kongress GmbH, Burkhard Kieker. Mit der IGA habe sich eine eigene Hauptstadt-Sehenswürdigkeit abseits bekannter Touristenpfade etabliert.

Ein Teil des Geländes soll nach dem Ende der Schau ohne Eintritt wieder öffentlich zugänglich sein. Zäune und Gitter werden dafür abgebaut.

Der Kienbergpark, der für die IGA neu entstand, soll der Öffentlichkeit nach Senatsangaben ab Ende März des nächsten Jahres zur Verfügung stehen. Für den anderen Teil, die erweiterten Gärten der Welt, muss ein Ticket gekauft werden. Diese Anlage soll am 1. Dezember wieder öffnen.