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| 02:43 Uhr

Berlin will in Afrika stärker bei Ausbildung von Soldaten helfen

Frank-Walter Steinmeier im Nationalpalast von Addis Abeba, wo er zur Freude der Anwesenden einen ausgestopften Löwen streichelt.
Frank-Walter Steinmeier im Nationalpalast von Addis Abeba, wo er zur Freude der Anwesenden einen ausgestopften Löwen streichelt. FOTO: dpa
Addis Abeba. Deutschland will auf dem afrikanischen Kontinent stärker bei der Ausbildung von Sicherheitskräften helfen. Dies kündigte Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zum Auftakt einer dreitägigen Afrika-Reise am Montag in Äthiopien an. dpa/uf

Auf dem Gelände der Afrikanischen Union (AU) wird derzeit mit deutschem Geld ein "Friedens- und Stabilitätszentrum" gebaut, wo künftig auch Friedenstruppen geschult werden sollen.

Die Eröffnung in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba ist nach Verzögerungen nun für Anfang 2015 geplant. Steinmeier sagte, die afrikanischen Staaten seien inzwischen besser als noch vor einigen Jahren in der Lage, zur Lösung von regionalen Konflikten beizutragen. Die Autorität der AU - ein Bündnis aus mittlerweile 54 Staaten - sei gewachsen.

Zusammen mit der AU-Kommissionsvorsitzenden Nkosazana Dlamini-Zuma warb er eine engere Zusammenarbeit. In Staaten wie Ghana, Somalia oder Mali beteiligt sich Deutschland bereits an der Ausbildung von Sicherheitskräften. Der Minister verwies darauf, dass solche Hilfe auch im eigenen Interesse der Europäer liege. "Wir leben in einer Zeit, in der regionale Konflikte kaum noch regional bleiben."