Die Antwort der OSZE steht noch aus. Umstritten ist, ob eine solche Mission durch bewaffnete Soldaten von Bundeswehr und französischer Armee geschützt werden darf.

Steinmeier sagte, er gehe davon aus, dass die Prüfung des deutsch-französischen Angebots "noch in diesem Monat abgeschlossen wird". Beide Minister verwiesen aber darauf, dass noch eine Reihe von Hindernissen zu überwinden sei. Dazu gehört, dass die OSZE eigentlich keine bewaffneten Missionen unternimmt. Auch das ukrainische Parlament müsste einer solchen Vereinbarung zustimmen. Fabius sagte, er hoffe auf eine "schnelle Entscheidung".

Zugleich riefen die Minister Russland und die Ukraine auf, die jüngsten Vereinbarungen für eine friedliche Lösung des Konflikts endlich auch vollständig umzusetzen. In Mailand sind dazu diese Woche Treffen mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko geplant. Steinmeier sagte: "Es wird hoffentlich mehrere Gelegenheiten geben, in unterschiedlichen Formaten mit beiden zu reden."