Dieser kommt zu dem Schluss, dass neben zahlreichen Erfolgen die Nachbarn angesichts „verschärfter Länderkonkurrenz“ künftig auch dafür sorgen müssten, attraktiv für qualifizierte Lehrer und Erzieher zu bleiben. Berlin müsse zudem Schüler mit ausländischen Wurzeln besser integrieren.

Brandenburg und Berlin seien bei Ganztagsangeboten beispielhaft für Deutschland, betonte Zöllner. Berlin könne zudem stolz auf die hohe Zahl von Abiturienten und Studenten sein. Bessere Chancen für Zuwanderer zu schaffen, sei eine zentrale Herausforderung. Die wichtigsten Antworten darauf seien flächendeckende Ganztagsschulen und eine frühe Sprachförderung. Um die Zahl von Schülern ohne Abschluss zu senken, müsse auf eine „verbesserte individuelle Förderung, verstärkte Integrationsangebote für Förderschüler sowie auf die Stärkung der Oberschulen“ gesetzt werden, sagte Rupprecht.

Trotz des Wettbewerbs im Kampf um gutes Personal hoffe er auf ein „kollegiales Miteinander“ mit Berlin. Er verwies darauf, dass in Berlin neue Lehrer nicht verbeamtet werden. Beamter zu sein, sei für junge Menschen wegen der damit verbundenen sozialen Sicherheit „erstaunlich attraktiv“. Rupprecht sagte: „Ich könnte sehr gut auf eine Verbeamtung von Lehrern verzichten“ – sofern andere Bundesländer mitzögen.

Zöllner und Rupprecht versprechen sich von dem Bildungsbericht eine bessere Vergleichbarkeit der beiden Bildungssysteme. Rupprecht betonte, dass die Bildungslandschaft in Brandenburg regional sehr unterschiedlich sei. Schulen im Speckgürtel seien besser aufgestellt als etwa in der Uckermark, Prignitz und Lausitz. Dort hätten Schulen „in einem Maße, das kaum erträglich war“, geschlossen werden müssen. Er hoffe, dass beim Thema Bildung die beiden Länder voneinander lernen könnten.

dpa/mb