Allerdings müsse zunächst geklärt werden, „ob innerhalb der derzeitigen Obergrenzen, die jedoch schon fast erreicht sind, die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte verstärkt werden kann“, sagte Erler. Die Bundeswehr stellt derzeit maximal 3600 Soldaten für den Einsatz in Afghanistan zur Verfügung.

Erler bekräftigte, dass die Bundesregierung auch nach dem tödlichen Attentat auf drei deutsche Polizeibeamte in Kabul am Einsatz in Afghanistan festhalte. Er räumte ein, dass es bislang nicht gelungen sei, die deutsche Bevölkerung von der Bedeutung des Afghanistan-Einsatzes zu überzeugen.

Nach Erlers Worten ist zudem nicht ausgeschlossen, dass künftig deutsche Soldaten afghanisches Militär nicht nur im Norden, sondern auch im Süden des Landes ausbilden. Die Diskussion sei aber noch nicht abgeschlossen. „Klar ist aber, dass unsere Arbeit im Norden nicht in Frage gestellt werden darf, weil zusätzliche Aufgaben auf uns zukommen.“