Nach Informationen der RUNDSCHAU gibt es Überlegungen der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), im Restloch Westmarkscheide bei Meuro (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) größere Mengen Ockerschlamm am Boden eines künftigen Sees einzulagern. Umweltschützer sehen eine solche Entsorgung kritisch. Das Gelände gehört bisher dem Brandenburger Naturschutzfonds. „Wir sind nicht prinzipiell dagegen“, sagt Bernhard Schmidt-Ruhe, Geschäftsführer des Fonds, der LR. Geklärt werden muss Schmidt-Ruhe zufolge jedoch zunächst, ob es längerfristig wirklich keine Risiken für Natur und Umwelt gibt.

Hintergrund der LMBV-Überlegungen: Der Brandenburger Landtag hat 2015 beschlossen, einen strategischen Gesamtplan für den Umgang mit der durch den Braunkohle-Bergbau bedingten Belastung der Spree mit Eisenocker und Sulfat aufzustellen. Auf Einladung der Grünen im Landtag soll am Donnerstagabend, 3. Mai, in Lübbenau eine Zwischenbilanz gezogen werden. Zu dem öffentlichen Fachgespräch im Lübbenauer Schloss sind Vertreter des Landesbergamts und der LMBV eingeladen.

Neben dem Stand der Arbeiten am Gesamtplan für die Belastung der Spree mit Ocker und Sulfat soll in Lübbenau die Frage der Entsorgung anfallender Ockerschlämme diskutiert werden. Ähnliche Pläne wie für das Restloch bei Meuro wurden 2015 für den Altdöberner See bekannt. Dort wehrte sich eine Bürgerinititative gegen eine Einlagerung von Ockerschlamm im Gewässer. Im Juli 2016 gab die LMBV die Pläne für den Altdöberner See auf.

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Cottbus