Trotz der Preisschwankungen am Rohstoffmarkt sei das Erzgebirge für Bergbauunternehmen aber weiter attraktiv .

Für Pöhla (Wolfram, Zinn) sowie Schleife (Kupferschiefer) in der Oberlausitz gibt es laut Cramer Bewilligungen. Zudem habe das Oberbergamt im Frühjahr die insgesamt 18. Erlaubnis zur Erkundung von Lagerstätten vergeben. Diesmal gehe es um Nickel und andere Bodenschätze im Bereich des Hohwaldes in Ostsachsen.

Vor fast genau einem Jahr war mit dem neuen Bergwerk in Niederschlag die Wiederauferstehung des Erzgebirgs-Bergbaus gefeiert worden, dessen rund 800-jährige Geschichte 1991 beendet zu sein schien. Rund drei Jahre dauerte der Aufbau der Anlagen. In dem neuen Bergwerk werden Fluss- und Schwerspat gefördert, die vor allem in der chemischen Industrie gebraucht werden. "Wir arbeiten noch immer im Probebetrieb", sagte der Geschäftsführer der Erzgebirgischen Fluss- und Schwerspatwerke, Martin Zimmermann.

Im nächsten Jahr soll bei Geyer die Erkundung von Lagerstätten per Hubschrauber fortgesetzt werden. Die nächsten Flüge seien im Herbst 2015 geplant, teilte das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcen-Technologie mit.

Dabei messen Experten aus etwa 100 Metern Höhe mit einer Sonde elektromagnetische Signale aus dem Untergrund und schließen daraus auf dessen Leitfähigkeit und die im Gestein verborgenen Minerale. Die Wissenschaftler wollen dabei zunächst bis in etwa 150 Meter, später bis 500 Meter Tiefe vor allem nach Zinn, Wolfram, Zink und Indium suchen .