Die breite Zustimmung in der Länderkammer wie zuvor auch im Bundeskabinett „macht mich stolz“, erklärte der designierte Generalbundesanwalt. Am 17. November wird Range in Karlsruhe von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) in sein neues Amt eingeführt.

Range steht seit Januar 2001 an der Spitze der Generalstaatsanwaltschaft im niedersächsischen Celle und ist damit Vorgesetzter aller Staatsanwaltschaften im dortigen Oberlandesgerichtsbezirk. Zudem hat er sich auf der europäischen rechtspolitischen Ebene viele Jahre betätigt. Range war von 2004 bis 2006 Präsident der Konferenz der Europäischen Staatsanwälte und von 2006 bis 2008 Präsident der Nachfolgeorganisation Consultative Council of European Prosecuters des Europarates.

Genau am Tag der Harms-Verabschiedung am 30. September wurde er erstmals als neuer Kandidat genannt. Der weißhaarige Herr mit Brille und Schnauzer ließ sich damals aber noch kein offizielles Wort entlocken. Doch am Freitag brach er in einer Pressemitteilung sein Schweigen: „Obwohl ich mich in Celle immer sehr wohlgefühlt habe, stelle ich mich gern der hohen Verantwortung, die jetzt in Karlsruhe auf mich wartet.“

Die Bundesanwaltschaft ist zuständig für die Verfolgung von Straftaten gegen die innere und äußere Sicherheit Deutschlands, also vor allem bei terroristischen und extremistischen Straftaten sowie bei Spionage. Der 1948 in Göttingen geborene Range studierte Rechtswissenschaften und Publizistik. Er war zunächst Richter, bevor er als Staatsanwalt tätig wurde. Als Generalstaatsanwalt trieb er eine Modernisierung der niedersächsischen Staatsanwaltschaften voran. Als Celler Bürger engagierte sich Range bislang ehrenamtlich in der Volkshochschule, im Lions-Club und als Richter in einem Schiedsgericht. Bald wird er sich jedoch nicht mehr so frei bewegen können. Als Generalbundesanwalt wird er Personenschützer an seiner Seite haben.