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BER-Aufsichtsrat: Gegner ohne Plan

Am Montag beschäftigt sich der BER-Aufsichtsrat erneut mit der Personalie Karsten Mühlenfeld.
Am Montag beschäftigt sich der BER-Aufsichtsrat erneut mit der Personalie Karsten Mühlenfeld. FOTO: dpa
Schönefeld. Karsten Mühlenfeld ist noch Chef des BER. Der einzige Grund dafür ist die Tatsache, dass Aufsichtsräte des Pannenflughafens keine akzeptable Idee hatten, wer seinen Posten einnehmen könnte. Jan Siegel

Das ist das Ergebnis einer Aufsichtsratssitzung, die in der Nacht zum Donnerstag unterbrochen wurde. Erst am Montag soll weiterberaten werden.

Mühlenfeld ist bei den Gesellschaftern aus Berlin und dem Bund in Ungnade gefallen, weil er Technikchef Jörg Marks gefeuert hatte. Außerdem hat der BER-Chef einen schlechten Stand bei den zehn Vertretern der Flughafenmitarbeiter im Aufsichtsrat. Damit wollen ihn 16 Mitglieder des 20-köpfigen Gremiums loswerden. Nur die vier Brandenburger stehen hinter ihm.

Während sich also eine deutliche Mehrheit einig ist, was sie nicht will - nämlich Karsten Mühlenfeld - gibt es keinen Plan, wer ihm nachfolgen soll.

Abwegig ist die Idee des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Michael Müller (SPD), seinen Flughafenbeauftragten Engelbert Lütke-Daldrup zu installieren. Müller ist Aufsichtsratsvorsitzender. Sein bisheriger Mitarbeiter wäre dann oberster Bauleiter - eine undenkbare Konstellation.

Im Gespräch ist mit Rainer Bomba noch ein Staatssekretär aus dem Bundesverkehrsministerium. Ob der Karsten Mühlenfeld beerbt oder alles noch einmal anders wird, entscheidet sich frühestens am Montag.