"Djindjic war das Symbol und die Säule der Veränderungen und Reformen, die in Serbien unaufhaltsam voranschreiten", sagte Korac. Er versicherte, dass die Mörder ihr Ziel, eine Rückkehr in die "unselige Vergangenheit", nie erreichen würden. Der Reformkurs werde beibehalten.
Bis gestern wurden rund 60 Verdächtige im Zusammenhang mit dem Terrorakt festgenommen. Sie sollen nach Regierungsangaben direkt oder indirekt in den Mordanschlag verwickelt gewesen sein. Unter den Festgenommenen, deren Namen nicht genannt wurden, sind acht der insgesamt 23 Mitglieder des so genannten Zemun-Clans. Die Polizei vermutet, dass diese mafiose Organisation hinter dem Mord steckt. Die Interpol Bosnien-Herzegowinas dementierte Zeitungsberichte, wonach die Attentäter nach Bosnien geflohen seien. Dafür gebe es keine Hinweise.
Gestern wurden ein Einkaufszentrum und die Luxusvilla eines der Hauptverdächtigen - Dusan Spasojevic alias "der Albaner" - im Belgrader Stadtteil Zemun abgerissen. Das riesige Anwesen sei vor Jahren ohne Bauerlaubnis errichtet worden, gaben die Behörden bekannt. Die Abrissarbeiter waren von stark bewaffneten und vermummten Gendarmen begleitet.
Unterdessen liefen die Belgrad die letzten Vorbereitungen für das Staatsbegräbnis für den am Mittwoch ermordeten serbischen Ministerpräsidenten. Ihre Teilnahme an der heutigen Beisetzung sagten zahlreiche ausländische Politiker, darunter Bundesaußenminister Joschka Fischer und Entwicklungsministerin Heidemarie Wiezcorek-Zeul, zu. (dpa/roe)