Trotzdem sank der Wohnungsleerstand bisher "nur leicht", heißt es in dem Bericht. Der Leerstand habe "zwar gebremst", aber noch nicht in jedem Fall merklich gesenkt werden" können. "Die Situation auf dem Wohnungsmarkt hat sich somit nicht wesentlich verbessert." Der Grund: Die Abrissbirne ist nicht so schnell, wie die Einwohnerzahlen sinken. Deshalb unterstützt der Hof das Land auch in der Forderung an den Bund, die Stadtumbau-Programme für Ostdeutschland über 2009 hinaus fortzusetzen. Konkret flossen in die 14 vom Rechnungshof untersuchten Städte bislang rund 65 Millionen Euro (Bedarf: 119 Millionen) in den Rückbau, woraus 20 000 von 156 000 Wohnungen abgerissen wurden, immerhin 13 Prozent des Bestandes. Trotzdem sank dort laut Bericht der Leerstand von vorher 20 Prozent lediglich auf 17 Prozent, was die kommunalen Wohnungsgesellschaften wegen ausbleibender Mieten extrem belastet.
Zudem gibt es beim Stadtumbau im Land Brandenburg nach dem Sonderbericht erhebliche Unterschiede - einige Kommunen hinken kurz vor Auslaufen des Förderprogramms 2009 deutlich hinterher. So liegen zwar Cottbus und Frankfurt (Oder) im Plan, heißt es. Auch Guben wird mit 1900 abgerissenen Wohnungen (Plan: 1636) als Vorbild genannt. Die Kommunen konnten in den letzten Jahren unkomplizierte, kostengünstige Plattenbauten abreißen, die etwa völlig leer waren oder günstig am Rande von Siedlungen standen. Doch künftig, so warnt der Bericht, "wird der Abriss von Wohnungen konfliktreicher und komplizierter". "Bei Beibehaltung des bisherigen Tempos" werde es "nur den Städten Wittenberge, Lübbenau und Luckenwalde gelingen", bis zum Jahr 2009 die Pläne umzusetzen.
Trotzdem sieht das Infrastrukturministerium Brandenburg beim Stadtumbau auf einem guten Weg. Bis Ende 2007 waren danach 40 000 Wohnungen abgerissen worden, die meisten in Cottbus (7200), Schwedt (5300), Frankfurt (Oder) (5200), Eisenhüttenstadt (2800) und Guben (2000).