Und er hakte nach: "Wollen Sie die BTU weiterentwickeln?" Das "Ja" und der tosende Beifall im Audimax der Uni hat gezeigt, dass man gemeinsam bereit ist, für die BTU zu kämpfen. Auf die Ernennung des Beauftragten für das Lausitz-Experiment - der Fusion von BTU und Hochschule Lausitz - eingehend fügte Zimmerli hinzu, dass man sich die Ergebnisse der Lausitzkommission nicht von der Ex-Präsidentin der Universität Potsdam (Ministerin Sabine Kunst) und ihrem ehemaligenVize, Thomas Grünewald, interpretieren lassen werde. Während die Lausitzkommission die engere Kooperation beider Hochschulen vorgeschlagen hat, setzt die Ministerin auf die Schließung beider Einrichtungen und eine Neugründung.

Rückendeckung erhält die BTU dabei von den Cottbuser Stadtverordneten. Oberbürgermeister Frank Szymanski (SPD) verwies auf den einstimmigen Beschluss, beide Hochschulen an den Standorten Cottbus und Senftenberg zu erhalten. Wie Zimmerli setzt er auf Reformen und engere Kooperation, worüber diskutiert werden müsse. An die Landespolitik gerichtet, scheute er aber auch nicht davor zu sagen, "dass Politik bisher enttäuscht hat und eine ergebnisoffene Debatte offenbar nicht erwünscht ist".

Gerade deshalb sei es richtig, dass die BTU der Ministerin bis Anfang Mai ein eigenes Zukunftskonzept vorlegen werde. Und der Studierendenrat kündigte an, den Start einer Volksinitiative zu prüfen und mit Tausenden Lausitzern in Potsdam für den Erhalt beider Hochschulen zu demonstrieren - wieder Beifallsstürme im Audimax.