Wie Prof. Rolf Kuhn, Geschäftsführer der IBA Fürst-Pückler-Land, gestern gegenüber der Presse unterstrich, gehe es um Mittel für Planungen, die letztendlich drei umsetzungsreife Pilotprojekte zum Ziel haben. Alle miteinander verbunden durch die Grundidee, geschundenen, gestörten Landschaften wieder zu Wert zu verhelfen, nachhaltige soziale, ökologische und ökonomische Effekte zu erzielen.
Während im polnischen Schlesien die dortigen Werkssiedlungen im Zentrum des Projektes stehen, ist es in Italien das Wassermanagement. Im Lausitzer Projektgebiet der IBA Fürst-Pückler-Land wird eine Energielandschaft geplant. Hier sollen unter dem Motto „Energieregion wird Energieregion“ unterschiedliche Formen regenerativer Energiegewinnung miteinander kombiniert werden – wirtschaftliche und gestalterische Aspekte gleichermaßen berücksichtigend. Allen drei Projekten gemeinsam ist, Ökologie, gestalterischen Anspruch sowie sozialen und wirtschaftlichen Nutzen nachhaltig in Einklang zu bringen.
So wie die IBA Fürst-Pückler-Land bereits deutlich mache, dass aus Planungen Realität wird, sieht Prof. Rolf Kuhn mit dem Zuschlag für das Projekt zur Restrukturierung von Kulturlandschaften (Rekula) eine starke Motivation für die jeweilige Region, den Prozess mitzugestalten und die Planungen tatsächlich umzusetzen. Internationales Zusammenwirken, Weltoffenheit, Ideen in die Lausitz holen – das entspreche ganz und gar der Philosophie der IBA. Das I, das bekanntlich für International stehe, habe mit dem Recula-Projekt deutlich an Gewicht gewonnen.
Die Sinnhaftigkeit, sich gemeinsam Gedanken zu machen über den Umgang mit gestörten Landschaften, die bereits bis ins Detail gehenden Überlegungen zu den drei Pilotprojekten und die Kontakte zu den Partnern in Polen und Italien brachten der IBA Fürst-Pückler-Land nun den Erfolg. Am IBA-Sitz in Großräschen erfolgt die Koordination des Projektes, von hier war auch die Initiative zur Gründung von Recula ausgegangen.
Der offizielle Auftakt für das Projekt des internationalen Erfahrungsaustausches und des Entwickelns von Lösungsstrategien im Umgang mit gestörten Landschaften soll am 4. und 5. April mit einer Konferenz in der Lausitz erfolgen. Von der IBA favorisierter Tagungsort ist Lübben.
Am Ende der drei Jahre währenden Planungs- und Projektarbeit soll ein so genanntes Management-Handbuch auf dem Tisch liegen, in dem Empfehlungen für einen möglichen Umgang mit gestörten Landschaften zusammengefasst sind. Außerdem soll sich ein Expertengremium zusammenfinden, das über den Projektzeitraum hinaus zu Fragen der Restrukturierung von Kulturlandschaften Ansprechpartner bleibt.
In der vergangenen Woche von den Projektpartnern in Italien zurückgekehrt, ist Prof. Rolf Kuhn heute unterwegs nach Polen. Im April werden sich alle in der Lausitz treffen und mit den lokalen Mitstreitern Details der Arbeit am Recula-Projekt besprechen. Allein in der Lausitz freut sich Prof. Rolf Kuhn bereits über 17 Partner, die dem Projekt zum Erfolg verhelfen möchten – von den Landkreisen Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz, der Stadt Cottbus und dem sächsischen Kamenz über die BTU Cottbus und die Fachhochschule Lausitz bis hin zu Partnern in der Wirtschaft.

Die IBA im Internet: http://www.iba-fuerst-pueckler-land.de/main_f.html