Die Kommunen müssten die Zahlen zu den gestellten Rückforderungen melden - das werde noch einige Tage in Anspruch nehmen. Zuvor hatte das Magazin "Focus" über "schwarze Schafe" etwa in Grimma und Meißen berichtet. Es ist nach Angaben des Wiederaufbaustabes gut und richtig, dass die Kommunen allen Hinweisen auf Missbrauch konsequent nachgehen. Die meisten betroffenen Kommunen gehen davon aus, dass es sich bei unrechtmäßig ausgezahlten Flut-Soforthilfen um Einzelfälle handelt.

"Es gibt natürlich welche, die das ausgenutzt haben", sagte eine Sprecherin der Stadt Grimma. Der Umfang werde überprüft. Bisher wurden 620 Anträge auf Flut-Soforthilfe bewilligt, jeder zehnte Antrag im Vorfeld abgelehnt. Bis Ende Juni zahlte Grimma 413 000 Euro aus. Das ebenfalls vom Hochwasser betroffene Bad Schandau hat 221 Anträge registriert und 163 000 Euro ausgezahlt. Vorsätzlicher Betrug spielt laut Bürgermeister Andreas Eggert (parteilos) keine Rolle.