Ihr Londoner Management habe die Absage mit "Drohungen gegen ihre Person" begründet, teilte die Volksbühne am Mittwoch mit, die das Konzert mit Chor und Orchester in einem Hangar des stillgelegten Flughafens Berlin-Tempelhof organisiert hatte. Es habe persönliche Drohungen per Mail und über die sozialen Medien gegeben, wird das Management zitiert.

Tempests Name war in den vergangenen Wochen in mehreren Berichten mit der BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen) in Zusammenhang gebracht worden. Das ist eine internationale Bewegung, die sich für Sanktionen und einen Boykott Israels wegen der Palästinenserpolitik einsetzt. Tempest hatte 2015 bei der Aktion "Artists for Palestine" zusammen mit anderen britischen Künstlern erklärt, aus Solidarität mit den Palästinensern keine professionellen Engagements in Israel anzunehmen.