Dies betreffe unter anderem die Kommunalisierung der Forstverwaltung, der Vermessungsämter, der Ämter für ländliche Entwicklung, der Straßenbauverwaltung und der schulpsychologischen Beratungsstellen. Der Vorsitzende der Verwaltungsgewerkschaft, Dieter Köhler, schloss daher eine Verfassungsklage nicht aus. "Die Aufgabenübertragung dient vor allem dazu, die neuen Landkreise abzusichern", so Köhler.
Die Beamtenverbände fürchten eine "Zersplitterung des Sachverstandes in den staatlichen Organisationen", so Walisch. EU, Bund und Freistaat hätten voriges Jahr mehr als 700 neue Rechtsvorschriften erlassen, die es zu bewältigen gelte. Auf die Bürger kämen zudem längere Wege zu, kritisierte Walisch. Der sbb setzt sich daher für einen "Bürgerbeamten in jedem Dorf" ein, der Kontakte zu den Behörden herstelle und Anträge annehme. (Eig .Ber./sh)