"Wir konzentrieren uns auf die Frage, ob der Baum ausreichend standsicher war", sagte Behördensprecher Nils Delius am Montag.

Vor dem Unfall hatte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mehrere Unwetterwarnungen herausgegeben. "Die Frage, ob der Veranstalter das Gelände hätte schließen müssen, spielt derzeit bei den Ermittlungen keine Rolle", sagte Delius. Der Unfall hatte sich gegen 17.50 Uhr ereignet, eine halbe Stunde zuvor hatte der DWD vor schweren Gewittern mit Hagel und Sturmböen im Havelland gewarnt. "Das heißt aber nicht automatisch, dass der Veranstalter das Gelände hätte evakuieren müssen", sagte DWD-Sprecherin Linda Jäckel. "Das muss der Veranstalter jeweils nach der Art des Ereignisses und seinem Sicherheitskonzept entscheiden." Dies sei auch deswegen sehr schwierig, weil schwer vorherzusehen sei, an welchem Ort sich ein Gewitter entlädt. "Das kann dann oft sehr schnell gehen", meinte Jäckel.

Der Buga-Zweckverband wollte sich am Montag nicht zu den Ermittlungen äußern. Weitere Informationen werde es erst am heutigen Dienstag geben, sagte Buga-Sprecherin Amanda Hasenfusz.

Das Gelände in Rathenow bleibt wegen Aufräumarbeiten mit Ausnahme des Aussichtsturms bis Freitag geschlossen. Geöffnet bleiben die Standorte Brandenburg/Havel, Premnitz, Stölln und Havelberg.