Der nach Investorenangaben weltgrößte überdachte Tropenpark wird in der ehemaligen CargoLifter-Werfthalle in Brand entstehen. Der malaysische Investor Colin Au nahm die Baugenehmigung für den Freizeitpark „Tropical Islands“ am Montag in Lübben entgegen. Au will gemeinsam mit dem britisch-malaysischen Mischkonzern Tanjong 70 Millionen Euro in das Vorhaben investieren. Die Eröffnung ist laut Au für den 2. Oktober geplant.

Der Touristikunternehmer und Präsident der Tropical Island GmbH rechnet in der ersten Phase mit 500 Arbeitsplätzen. Jährlich erwarte er 2,5 bis 3 Millionen Besucher, darunter viele aus dem nahen Berlin. Der Eintrittspreis betrage für eine Familie mit zwei Kindern etwa 50 Euro. Nach Angaben von Landrat Martin Wille (SPD) umfasst die Baugenehmigung den Ausbau der Halle sowie die Gestaltung der Außenanlagen. Die Kreisverwaltung habe noch Auflagen zur Erschließung des Geländes sowie zum Brandschutz und zum Energieverbrauch erteilt.

Zu den Attraktionen der Tropenlandschaft sollen ein Regenwald mit Palmen und Orchideen auf einem 13 Meter hohen Hügel, eine halbrunde, 150 Meter lange und bis 50 Meter breite Salzwasserlagune mit Strand sowie ein Tropendorf gehören. In sechs Nationalitätenrestaurants können sich die Besucher mit Spezialitäten aus Asien und Afrika verwöhnen lassen. Zum Beginn werde nur die Hälfte der 6,6 Hektar großen Halle für den Tropenpark genutzt, erläuterte Joachim Hagemann, Geschäftsführer der Tropical Island GmbH. „Die anderen Flächen heben wir uns für neue Attraktionen auf, damit die Besucher wiederkommen.“ Später sei auch der Bau von Hotels mit 1000 Betten geplant.

CargoLifter-Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning hatte die Halle und das 550 Hektar große Gelände für 17,5 Millionen Euro an die Investorengruppe Au/Tanjong verkauft. Die Kerninvestition des Tropenparkes werde ohne Fördermittel realisiert, sagte Mönning. Allerdings seien für die Infrastruktur Fördermittel möglich. Er sei weiter mit potenziellen Investoren im Gespräch über die Ansiedlung von Luftfahrtprojekten des Prinzips „Leichter als Luft“ in Brand. Für diesen Fall müsse eine kleinere Halle auf dem Gelände gebaut werden.