Die Verlässlichkeit der Agrarpolitik sei mehrfach zusagt worden. Die vorgesehene Überprüfung der Reform 2008/09 dürfe keinesfalls für eine erneute tiefgreifende Änderung benutzt werden. "Was wir brauchen, ist die Verlässlichkeit der Politik und eine Vereinfachung der überbordenden Bürokratie", betonte Vogel.
Nach der Sitzung des informellen EU-Agrarrates im portugiesischen Porto wurde bekannt, dass EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel direkte Einkommenszahlungen kürzen und das Geld stattdessen in die Entwicklung ländlicher Räume investieren wolle. Vor allem ostdeutschen Landwirten drohten aufgrund ihre Größe Einbußen. Hintergrund der Pläne ist, dass solche Betriebe ohnehin profitabel arbeiten und zudem auch Beihilfen bekommen. Im November sollen den 27 EU-Staaten Vorschläge unterbreitet werden, wie Schwächen der 1993 beschlossenen Reform der Agrarpolitik behoben werden können. (dpa/roe)