Landesbauerntag in Frankfurt (Oder). Die Bauern verlangten auch einen Verzicht auf die Besteuerung von in der Landwirtschaft eingesetztem Dieselkraftstoff. Die wirtschaftliche Situation bereite vielen Landwirten in Brandenburg vor der Frühjahrsbestellung Liquiditätsprobleme, sagte Folgart. Ihnen müsse mit Überbrückungszahlungen, verbilligten Betriebsmitteldarlehen oder unbürokratischen Krediten geholfen werden. Der Verband wende sich jedoch ausdrücklich gegen neue martkregulierende Maßnahmen wie die Milchquote. "Wir haben aus dem Milchbauernstreik die Lehre gezogen, dass wir am Markt nicht vorbeikönnen." Die Landwirte spürten, dass Verbraucher in diesen Monaten schon auf die Ankündigung höherer Lebensmittelpreise mit Kaufzurückhaltung reagierten. Zur Abschaffung von Wettbewerbsnachteilen innerhalb der EU müsse Landwirten die Dieselsteuer erlassen werden. Folgart erläuterte, dass diese Steuer für Landwirte in anderen EU-Ländern bei durchschnittlich fünf Cent je Liter liege und in Deutschland je nach Betriebsgröße 40 bis 46 Cent pro Liter Agrardiesel ausmache. Weiterer Diskussionspunkt war die Flächenpolitik der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH. Die Landwirte verlangen, dass der Treuhandnachfolger bei Verkauf oder Verpachtung landwirtschaftlicher Flächen den ortsüblichen Marktwert von Ländereien berücksichtigt. dpa/mb