Aber dadurch sehen Bauern letztendlich ihre Arbeitsplätze bedroht. "Innerhalb eines Jahrhunderts hat die Lausitz fast ein Viertel ihrer land- und forstwirtschaftlichen Nutzfläche verloren", sagte der Geschäftsführer des Bauernbundes, Reinhard Jung. Geblieben seien tote Restseen und unfruchtbare Kippen.

Die Landesregierung hatte im Juni vergangenen Jahres für die Erweiterung des Tagebaus Welzow Süd gestimmt. Unklar ist angesichts der Verkaufsabsichten des Energiekonzerns Vattenfall, ob es den für 2025 geplanten Ausbau überhaupt geben wird. Die geplante Vernichtung von rund 1800 Hektar land- und forstwirtschaftlicher Nutzfläche würde die regionale Wirtschaftsstruktur auf lange Zeit schädigen, kritisierte Jung. "Viele verkennen: Mit Landwirtschaft ist mittlerweile wieder Geld zu machen", sagte er. Doch durch den Tagebau werde die Produktionsgrundlage von Bauern vernichtet. Allein durch die Erweiterung in Welzow würden mehr als 80 Arbeitsplätze in der Landwirtschaft verloren gehen.