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| 02:48 Uhr

Bauernbund Brandenburg steigt aus Wolfsmanagement aus

Potsdam. Der Bauernbund Brandenburg hat seine Mitarbeit am Projekt Wolfsmanagement aufgekündigt. "Das Beteiligungsverfahren ist eine Farce. pm/ta/rw

Für die Bürokraten stand von vornherein fest, dass der Wolf sich ungehindert ausbreiten soll", kritisierte Bauernbund-Vorstandsmitglied Lutz-Uwe Kahn. Die Ausbreitung des Wolfs bedroht nach Auffassung des Bauernbundes die Weidetierhaltung. Kahn betont: "Ausgerechnet die umweltfreundlichste und tiergerechteste Haltungsform wird damit langfristig unwirtschaftlich, wenn nicht gar unmöglich gemacht." Der Bauernbund vertritt zum großen Teil Nebenerwerbsbetriebe in Brandenburg.

Markus Bathen vom Projektbüro Wolf betont, dass eine Obergrenze für Wolfsvorkommen grundsätzlich nicht falsch, aber vollkommen verfrüht sei. Sie beginne dann, wenn eine Wolfspopulation einen gesicherten Zustand hat. "Davon sind wir in Deutschland und Westpolen weit entfernt", sagt Bathen.