Die 690 Meter lange und 13 Meter breite Brücke ist ein Gemeinschaftswerk. An den Kosten in Höhe von 23,7 Millionen Euro beteiligt sich Brandenburg mit 12,7 Millionen und Sachsen mit elf Millionen. Beide Länder setzen Mittel des europäischen Fonds für regionale Entwicklung ein. Die ersten Fahrzeuge sollen Ende 2007 über die Brücke rollen.
Brandenburgs Verkehrsminister Frank Szymanski und sein sächsischer Kollege Thomas Jurk (beide SPD) betonten in Mühlberg (Elbe-Elster) die neuen Perspektiven für die Entwicklung in der Agrarregion. "Mobilität ist eine wesentliche Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum und Beschäftigung auf beiden Seiten des Flusses", unterstrich Jurk. Auch der Tourismus werde durch die neue Brücke in Fahrt kommen. Szymanski bezeichnete die gemeinsame Planung an dem Bauwerk "als ein gutes Beispiel für die länderübergreifende Zusammenarbeit der Straßenbaubehörden."
Die Brücke verbindet die Landesstraße 66 in Brandenburg mit der Staatsstraße 21 in Sachsen. Die Kosten für die Brücke selbst betragen 14 Millionen Euro. Dazu kommen noch Ausgaben für die Straßenanbindung sowie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen im Bereich der Brücke und entlang der Dahle und des Schirmenitzer Baches. Als besonderer Schutz für Zugvögel ist auf beiden Seiten eine Schutzwand über die gesamte Länge vorgesehen.
Bis zur Eröffnung der Brücke bleibt die Mühlberger Fähre in Betrieb. Sie fällt manchmal wegen zu hohen oder zu niedrigen Wasserstandes aus. Mit dem Neubau wird eine ganzjährige Verbindung zwischen beiden Ufern geschaffen, was auch spürbare Verbesserungen für die Anwohner bringt. Bis zu den nächstgelegenen Elbbrücken in Torgau und Riesa sind es jeweils rund 20 Kilometer. In einem Wettbewerb soll ein Name für die neue Brücke gefunden werden. In Sachsen gibt es 14 Straßenbrücken über die Elbe und in Brandenburg bisher nur eine Straßenbrücke in Wittenberge (Prignitz). (dpa/mb)