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| 02:37 Uhr

Banges Hoffen im Cottbuser Tierpark

Enten können den gefährlichen Virus verbreiten.
Enten können den gefährlichen Virus verbreiten. FOTO: dpa
Cottbus. Im besonders geschützten Innenbereich des Cottbuser Tierparkes wurde bisher kein H5N8-Virus nachgewiesen. Von den 305 wertvollen Vögeln, die im Schutzbereich aufgestallt sind, wurden bisher 37 Tiere auf den gefährlichen Geflügelpesterreger getestet. Andrea Hilscher

"Bisher waren alle Proben negativ", so der zuständige Spree-Neiße-Dezernent Olaf Lalk. Allerdings sei der Virus bei einer toten Ente im Außenbereich nachgewiesen worden. Eine weitere Ente im Außenbereich musste getötet werden, da auch bei ihr H5N8 gefunden wurde. Wegen dieser Funde war die Schließung des Tierparks um 21 Tage verlängert worden. Lalk: "So sieht es die Geflügelpestverordnung vor."

Das Areal bleibt für Besucher zunächst bis zum 18. Februar geschlossen. Lalk: "Sollten weitere Proben positiv sein, entscheiden wir neu - in Absprache mit dem Tierparkdirektor und der brandenburgischen Task-Force."

Nach einem von Tierparkchef Jens Kämmerling entwickelten Monitoringplan werden regelmäßig weitere Vogelarten getestet: durch Tupferproben, die an den Kloaken der Tiere genommen werden und durch Blutuntersuchungen. Lalk: "Hierbei versuchen wir, gerade hochsensible Tiere möglichst zu schonen und nicht zusätzlich zu belasten." Alle Tierpfleger seien angewiesen, auf besondere Krankheitszeichen der Tiere zu achten. Futterküchen wurden bereits getrennt, auf strengste Hygiene im Tierpark wird geachtet. Lalk: "Wir tun alles, um den Bestand zu schützen." Drängend sei aber auch der Schutz des Geflügelbetriebes Ehlego in Roggosen. "Dort wären eine Million Hühner in Gefahr."