UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte die reichen Staaten am Sonntagabend (Ortszeit) auf, die Zusagen von UN und G8 einzuhalten und bis 2010 den Zugang zu Arzneien gegen Aids für alle Betroffenen zu ermöglichen. Im Kampf gegen Aids "können und müssen wir besser werden", sagte der Präsident der Internationalen Aids- Gesellschaft, Pedro Cahn. Bis Freitag diskutieren in Mexiko mehr als 22 000 Experten, Wissenschaftler, Aktivisten und HIV-Infizierte über den Kampf gegen Aids.

UN-Millenniumsziel ist fern
Ban sagte, der Kampf gegen Aids dauere bald drei Jahrzehnte, doch noch immer gebe es zu wenig Mittel. "Die Antworten auf HIV und Aids verlangen nach langfristigen und nachhaltigen Finanzierungen." Mehr Menschen würden behandelt und lebten länger, daher müssten die Gelder in den kommenden Jahrzehnten "deutlich erhöht" werden, sagte der UN-Generalsekretär. Für die Veranstalter sagte Cahn, trotz großer Fortschritte könne das UN-Millenniumsziel nicht erreicht werden, wonach bis 2010 alle Betroffenen Zugang zu Medikamenten und Präventionsmöglichkeiten haben sollen.

"Ich möchte Sängerin werden"
Besonderen Applaus bei der Konferenz erntete die Rede der zwölfjährigen HIV-Infizierten Keren Dunaway-Gonzalez aus Honduras. "Ich möchte Sängerin werden", sagte sie. "Aber diese Träume können nur wahr werden, wenn wir Medikamente haben, wenn wir in Schulen aufgenommen werden, und wenn wir in einer Atmosphäre aufwachsen können, die frei ist von Gewalt, Stigmata und Diskriminierungen."
Seit dem ersten Auftreten von Aids 1981 starben weltweit 25 Millionen Menschen an der Krankheit. Heute leben Schätzungen zufolge 33 Millionen Menschen mit dem HI-Virus, 90 Prozent davon in Entwicklungsländern, vor allem in Afrika.
Mehr zur Konferenz und zur Krankheit Aids lesen Sie www.lr-online.de/aids