Da stand das imposante Gebäude bereits seit sieben Jahren leer, nachdem es zuvor der Reichsbahndirektion Cottbus als Betriebsferienheim gedient hatte.
Drei Jahre später dann schien das endgültige Aus unvermeidlich: In der Silvesternacht des Jahres 1999 brannte nieder, was Vandalen und der Zahn der Zeit vom Honigbrunnen noch übrig gelassen hatten. Doch das Schicksal meinte es gnädig mit dem 1896 im Schweizer Stil errichteten Gasthof: Im Jahre 2003 kaufte Hartmut Scholz, Geschäftsführer einer in Eibau ansässigen Maschinenbaufirma, das Objekt für einen symbolischen Euro von der Stadt Löbau. Er und zahlreiche Unterstützer schafften, was die meisten wohl für unmöglich gehalten hatten: Sie hauchten dem Honigbrunnen, der seinen Namen einer in der Nähe befindlichen süß schmeckenden Quelle verdanken soll, wieder Leben ein und gaben dem Löbauer Berg damit ein wichtiges Stück seiner einstigen Attraktivität als Ausflugsziel zurück. Nunmehr erstrahlt der Balkon der Oberlausitz, so bezeichnet wegen de r einzigartigen Aussicht in nur eine Richtung, in neuem Glanz. Davon beflügelt, bringt die Stadt Löbau derzeit den oberen Abschnitt der einstmals beliebten Rodelbahn, der kurz unterhalb des berühmten Gusseisernen Turmes beginnt, in Schuss (der untere Teil steht bereits seit Januar 2006 wieder zur Verfügung). Neue Sitzgruppen und Aussichtspunkte wurden ebenfalls angelegt.
Mit dem Turm, zwei Berggaststätten und einem verzweigten Netz von Wanderwegen stellt der Löbauer Berg nunmehr wieder ein höchst attraktives Ausflugsziel auch für Besucher mit etwas weiterem Anfahrtsweg dar. Der Gusseiserne Turm selbst wurde bereits 1996 umfassend rekonstruiert.
Der Gusseiserne Turm auf dem Löbauer Berg kann auch im Winter bestiegen werden, und zwar montags bis freitags zehn bis 18 Uhr, am Wochenende bis 20 Uhr. Die Anfahrt zum Löbauer Berg ist in Löbau von der Bundesstraße 6 aus ausgeschildert.