Er ist elektrisiert vom Vorhaben, ein Drittel seines CO{-2}-Ausstoßes zu senken und denkt sogar über den Verkauf alter Kohlestinker nach. Das Kraftwerk Moorburg bei Hamburg war vielleicht der letzte Kohle-Neubau. In Berlin setzt Vattenfall klar auf Erdgas und Biomasse. Schwer vorstellbar, dass südlich der Stadtgrenzen in Jänschwalde eine neue Dreckschleuder entstehen könnte. Zumal Experten mit einem Boom von umweltfreundlicheren Gaskraftwerken rechnen. Die Zeit arbeitet gegen die Braunkohle. Ab 2013 müssen immer mehr Verschmutzungsrechte ersteigert werden, Kohlestrom wird teurer. Doch das hilft alles nichts: Der Streit um die Energie- und Klimapolitik zwischen Wirtschaftsminister Ralf Christoffers und Umweltministerin Anita Tack scheint aus dem Ruder zu laufen und das Boot der Linken ernsthaft ins Schlingern zu bringen. Die Linken balgen sich bis aufs Blut um den von Platzeck hingeworfenen Kohle-Knochen .

PS: SPD-Landeschef Platzeck und seine Berater dürften sich vergnügt die Hände reiben. Eine gespaltene Linke ist wesentlich einfacher zu händeln. Aus dem einstigen Politamateur Platzeck ist längst ein handfester Machtpolitiker geworden, der die Klaviatur des Spaltens und Herrschens prima bedient.