Nach einem halben Jahr Bauzeit ging eine Pilot- und Demonstrationsanlage zur Reduzierung des Eisens im Grundwasser in Spreetal (Landkreis Bautzen) nahe der Ruhlmühle am Dienstag in den Dauerbetrieb. Die LMBV hat für dieses Projekt mehr als eine Million Euro ausgegeben. Wissenschaftlich begleitet wird das Vorhaben unter anderen vom Finsterwalder Forschungsinstitut für Bergbaufolgelandschaften und von der BTU Cottbus-Senftenberg.

Die Anlage, die sich im Sperrgebiet des Truppenübungsplatzes Oberlausitz befindet, gehört zu einer ganzen Reihe von technischen Maßnahmen, mit denen die LMBV die Belastung der Spree durch braunen Eisenocker aus Kippenböden reduzieren will. Das Problem war durch den schnellen Grundwasserwiederanstieg in der Region vor zwei Jahren verstärkt aufgetreten.

Mit der Demonstrationsanlage sollen bis zum Frühjahr Erfahrungen gesammelt werden, sagt Volker Zarach, Abteilungsleiter der LMBV und zuständig für die Ockerbekämpfung: "Dann werden wir entscheiden, wo wir dieses Verfahren einsetzen." Es sei jedoch nur ein Baustein, um den Ocker aus dem Grundwasser abzutrennen, bevor er in die Spree gelangt.

Die Anlage in Neustadt hebt Grundwasser in der Nähe der Spree und versetzt es mit Glycerin, damit bestimmte Bakterien im Wasser schneller wachsen. Dann wird das Wasser mit Lanzen wieder in den Boden gebracht. Die Bakterien sorgen mit ihrem Stoffwechsel dafür, dass sich das Eisen im Boden ablagert.

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