Seit dem Jahr 2001 habe es innerhalb des Regionalbahnnetzes 62 entsprechende Projekte gegeben, sagte Verkehrsminister Frank Szymanski (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage. Dafür seien insgesamt 3,2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt worden.
Allein für den Prignitz-Express zwischen Neuruppin und Wittstock habe es für 14 Vorhaben zur Verbesserung der Sicherheit Zuwendungen mit einem Umfang von 700 000 Euro gegeben, betonte der Minister. Gegenwärtig lägen Förderanträge für weitere 30 Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 2,6 Millionen Euro vor. Diese befänden sich im Prüfverfahren.
Nach Angaben des Eisenbahn-Bundesamtes gab es im Zeitraum von 2002 bis 2005 in der Mark jährlich zwischen 16 und 28 Unfälle an Bahnübergängen mit Sach- oder Personenschaden. Zu diesen komme es in der Regel durch Nichtbeachten der Straßenverkehrsordnung, wonach grundsätzlich Schienenfahrzeuge die Vorfahrt hätten, erklärte Szymanski. Ignoriert würden vor allem die Andreaskreuze vor den Schranken, die eine entsprechende Vorsicht und langsames Fahren der Verkehrsteilnehmer vorschrieben. Eine häufige Unfallursache wäre außerdem ein Umgehen oder Umfahren geschlossener Schranken.
Das Bundesverkehrsministerium beabsichtige jetzt eine Änderung der Straßenverkehrsordnung. Danach solle neben dem Andreaskreuz zusätzlich ein Stoppschild angeordnet werden. Damit würden alle Verkehrsteilnehmer dazu verpflichtet, an Bahnübergängen anzuhalten, um sich über mögliche Gefahren vergewissern zu können, sagte Szymanski. (dpa/mb)