Der Cottbuser Hauptbahnhof soll moderner und bequemer für die täglich rund 12 000 Fahrgäste werden. Dafür investiert die Deutsche Bahn bis zum Jahr 2020 rund 30 Millionen Euro. Das hat der DB-Konzernbevollmächtigte Joachim Trettin am Freitag bei der Bauschildenthüllung verkündet: Die Bahnsteige werden saniert und mit Aufzügen ausgestattet, so dass der Bahnhof barrierefrei zugänglich und Umstiege erleichtert werden. Darüber hinaus wird der Bahnsteigtunnel verlängert. Die Arbeiten beginnen im kommenden Jahr.

Dann will auch die Stadt Cottbus in das umfassende Umbau-Projekt einsteigen. Auf dem Vorplatz sollen Busse und Straßenbahnen direkt vor das Empfangsgebäude fahren. Auf diese Weise entsteht ein Verkehrsknoten. Dafür will die Stadt bis zum Jahr 2019 insgesamt zwölf Millionen Euro ausgeben, wobei sie auf eine Förderung des Landes Brandenburg angewiesen ist.

Für die Verlängerung des Tunnels liegt bereits ein Förderbescheid vor. Den Bahnhofsumbau unterstützt das Land mit rund 13 Millionen Euro. Verkehrsministerin Kathrin Schneider (SPD) lobte das Projekt am Freitag. "Die Modernisierung des Bahnhofs Cottbus gehört zu den großen Infrastrukturprojekten im Land Brandenburg. Wir haben lange daraufhingearbeitet und ich bin froh, dass der Bau jetzt endlich beginnen kann."

Die ersten Pläne für die Modernisierung des wichtigsten Südbrandenburger Bahnhofs lagen bereits im Jahr 2002 vor. Sie wurden immer wieder verschoben.

Lausitz Seite 2