Bei der Ausschreibung des Verkehrsverbundes Mittelsachsen (VMS) für die Verbindungen von Dresden nach Zwickau und Hof sowie von Chemnitz nach Elsterwerda ab Mitte 2016 bis 2030 habe die Deutsche Bahn keine Chance gesehen. Rund 170 Arbeitsplätze in Werkstätten und im Fahrbetrieb seien nun gefährdet. Den Verzicht begründete das bundeseigene Unternehmen unter anderem damit, dass der VMS - anders als bisher - die Leistungen für den Fahrbetrieb und die Instandhaltung der Fahrzeuge aufgeteilt habe. Das führe zu unkalkulierbaren Risiken und Haftungsfragen, etwa wenn Züge verspätet aus der Werkstatt kämen oder an ihnen im Nachhinein Mängel festgestellt würden.

Zudem habe die Ausschreibung keine Sozialstandards formuliert. Durch die Beschränkung auf den reinen Fahrverkehr könne die Bahn die Kosten für ihre relativ hohen Tarif- und Sozialstandards nun nicht mehr durch Leistungen etwa bei der Instandhaltung wieder auffangen. Eine Bewerbung wäre deshalb aus Sicht des Unternehmens chancenlos gewesen.