. Mehr Personal fürs Schneeräumen, zusätzliche Weichenheizungen und neue Abtauzelte für vereiste Züge sollen helfen, den Eisenbahnverkehr auch bei Frost und Schnee am Rollen zu halten. Es seien auch mehr Notfallkonzepte erarbeitet worden. Die Fahrgäste sollten besser informiert werden, sagte ein Bahnsprecher am Freitag in Leipzig.

Für den Nahverkehr in der Region Südost habe die Bahn vor den Werkstätten in Dresden, Erfurt, Halle und Magdeburg Wärmezelte aufgebaut und 25 Heizluftgebläse angeschafft. Wartungsarbeiten, Achskontrollen und Reparaturen können nur gemacht werden, wenn die Züge eisfrei sind. Es dauert bis zu sechs Stunden, einen Zug abzutauen. Je schneller das klappt, desto eher können die Wagen überholt und wieder eingesetzt werden.

Im Leipziger ICE-Werk wurden die Kapazitäten erweitert. Dort könnten nun pro Tag zwölf ICE-Züge gewartet werden, sagte Werkleiter Ralf Kunze. Mit dem Fahrplanwechsel übernehme das Werk auch die Instandhaltung von E-Loks. Um besser durch den Winter zu kommen, seien zwei stillgelegte Werkstätten wieder in Betrieb genommen worden. In dem ICE-Werk wird in drei Schichten an sieben Tagen die Woche gearbeitet.

Winterwetter beeinträchtige alle Verkehrsmittel, sagte der Bahnsprecher. „Da muss man vielleicht auch von Anspruchsdenken gegenüber der Bahn etwas herunterkommen“, sagte er. Die Fahrzeugreserven der Bahn sind knapp. Durch häufigere als ursprünglich vorgesehene Untersuchungen der Achsen per Ultraschall fehlten täglich bis zu 18 ICE-Züge.