Es sind nicht einfach nur drei Eisenbahnbrücken und eine für Fußgänger und Radfahrer, die am Sonntag übergeben wurden. Die Erneuerung des Kreuzungsbauwerkes bei Elsterwerda-Biehla (Elbe-Elster) ist ein wichtiger Schritt beim weiteren Ausbau der Strecke Berlin-Dresden auf künftig 200 Kilometer pro Stunde. An dieser Stelle kreuzen sich die Züge der Linien Berlin-Dresden und Roßlau-Horka. Es ist der Schnittpunkt der europäischen Verkehrsachsen Nordeuropa-Tschechien-Südosteuropa und der Linie von den Nordseehäfen über Polen nach Osteuropa.

In Elsterwerda musste durch ein Gebiet mit schwierigen Grundwasserverhältnissen neben den Brücken ein 420 Meter langes Trogbauwerk aus Beton seit Herbst 2013 errichtet werden. Der Einbau der Brücken ist in etwas mehr als zwei Monaten Vollsperrung der Strecke Berlin-Dresden pünktlich zum Fahrplanwechsel am gestrigen Tag geschafft worden.

Unterdessen hat die Potsdamer Infrastrukturministerin gegenüber der RUNDSCHAU betont, dass das Land nicht müde werde, beim Bund auf die Finanzierung weiterer Projekte mit höchster Priorität in der Lausitz zu drängen. "Dass wir hohen Bedarf für den Ausbau der Straßen- und Schieneninfrastruktur haben, hängt auch mit der positiven Entwicklung in der Region zusammen", sagt Ministerin Kathrin Schneider.

Deshalb habe das Land für die Überprüfung von Projekten des Bundesverkehrswegeplanes 2015 unter anderen auf den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Lübbenau und Cottbus gedrängt. Zudem gehören der Ausbau der B 169 aus der Elbe-Elster-Region zur Autobahn 13 sowie die B 87 zu den vordringlichen Bedarfen.

Selbst wenn die Eröffnung des Flughafen BER noch auf sich warten lasse, müsse der sechsspurige Ausbau der A 13 zwischen Berlin und dem Spreewald angegangen werden. Schneider betont, dass es schon heute eine Entwicklung des Verkehrs auf dieser Autobahn gegeben habe.