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| 01:00 Uhr

Bagdad kommt nicht zur Ruhe

Bagdad/Kairo.. Die alliierten Truppen im Irak haben einen mutmaßlichen Al-Qaida-Terroristen festgenommen, der an dem Mord des designierten ägyptischen Diplomaten in Bagdad beteiligt gewesen sein soll. Das teilte ein Militärsprecher gestern in Bagdad mit.


Bei mehreren Razzien seien mehr als 30 mutmaßliche Terroristen festgenommen worden, unter ihnen ein enger Vertrauter des jordanischen Top-Terroristen Abu Mussab al-Sarkawi, hieß es weiter. Die Terrororganisation Al Qaida bestätigte die Festnahme des "Emirs von Bagdad" in einem im Internet veröffentlichten Schreiben und deutete an, dass er vermutlich getötet worden sei.
Der designierte ägyptische Botschafter Ihab al-Scharif war vor einer Woche entführt und ermordet worden. Al Qaida hatte sich zu der Tat bekannt.
Unterdessen kam bei einem doppelten Selbstmordanschlag nahe des Regierungsviertels in Bagdad mindestens ein Mensch ums Leben, vier weitere wurden verletzt. Zunächst hatte sich ein Mann an der Hauptzufahrt zu der Grünen Zone in Bagdad mit einem Auto in die Luft gesprengt. Minuten später zündete ein zweiter Attentäter in der Nähe einen Sprengstoffgürtel. Ein dritter Mann, der ebenfalls einen Sprengstoffgürtel getragen habe, sei festgenommen worden, teilte das Innenministerium mit. In dem stark gesicherten Viertel befinden sich Regierungsgebäude, Botschaften und Büros der US-Armee.
Auch in Kirkuk im Nordirak kam es erneut zu zwei tödlichen Anschlägen. Unbekannte beschossen Fahrzeuge von Sicherheitskräften und töteten mindestens vier Polizisten und Soldaten.
In Kuwait wurden unterdessen mehrere mutmaßliche Terroristen festgenommen, die Videoaufnahmen von Anschlägen im Irak und in Saudi-Arabien im Gepäck hatten. Sie sagten nach Angaben der kuwaitischen Behörden aus, dass sie die Aufnahmen "Schläferzellen"als Anschauungsmaterial zur Verfügung stellen wollen. (dpa/kr)