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| 11:45 Uhr

Baden-Württemberg schränkt Einsatz sozialer Netzwerke an Schulen ein

Die neue Suche ist aktiv: So findet Facebook jetzt auch in Deutschland „Leute aus meinem Wohnort, denen die SPD gefällt“. Foto: Stephan Jansen
Die neue Suche ist aktiv: So findet Facebook jetzt auch in Deutschland „Leute aus meinem Wohnort, denen die SPD gefällt“. Foto: Stephan Jansen
Stuttgart. Das Kultusministerium in Baden-Württemberg schränkt den Einsatz sozialer Netzwerke an Schulen mit Hinweis auf den Datenschutz stark ein. dpa

In einer Handreichung wird die Rechtslage dargestellt, die den Pädagogen verbietet, etwa Facebook für die Kommunikation mit den Schülern sowie untereinander zu nutzen. Anlass dafür seien Rückmeldungen von Lehrern über Unsicherheiten im dienstlichen Umgang mit sozialen Netzwerken, erläuterte eine Ministeriumssprecherin am Dienstag in Stuttgart, nachdem „Spiegel online“ und „tagesschau.de“ über den Vorgang berichtet hatten.

Laut der Handreichung ist neben Chats, Vereinbarung schulischer Termine und Einrichten von Lerngruppen auch das Speichern personenbezogener Daten aus sozialen Netzwerken untersagt. Kultusminister Andreas Stoch (SPD) nannte als besonders problematische Anwendung das Verschicken von Zensuren an die Schüler. Es könne auch sein, dass Schüler oder Eltern gar keine Nutzung von Facebook wünschten. Direkte Sanktionen sei mit den Leitlinien nicht verbunden.

Der Landesbeauftragte für den Datenschutz, Jörg Klingbeil, bezeichnete die Vorgaben als überfällig. „Die dienstliche Verarbeitung personenbezogener Daten hat auf sozialen Netzwerken nichts zu suchen.“ Dagegen sprach die Junge Union von einer „rückwärtsgewandten Politik“ von Grün-Rot: „Facebook und andere soziale Netzwerke sind die Lebenswirklichkeit junger Menschen.“