Geburtstag feiert, die Rente ist keine Option für den Altrocker.

Im Juni tourten er und seine Stones-Kollegen durch die USA, kurz darauf fegte der spindeldürre Sänger in einem Sakko aus grünen Pailletten über die Bühne des englischen Glastonbury Festivals, und Mitte Juli begeistert die Band Tausende Fans im Hyde Park in London.

Angefangen hatte die Geschichte der Stones 1961, als sich auf einem englischen Bahnhof zwei Musikfreunde begegneten, Mick Jagger und Keith Richards (69). "Mick und ich hatten den absolut gleichen Musikgeschmack. Es gab keine Fragen, keine Erklärungen. Das ging alles wortlos", schrieb Richards in seiner Autobiografie.

Und am 12. Juli 1962 hatten die Stones ihren ersten Auftritt im legendären Londoner Marquee Club. Der Rest ist Geschichte. Jagger als Sänger und Richards an der Gitarre der Rolling Stones führten die Gruppe zu Weltruhm, und Jaggers markante Stimme wurde zu ihrem Markenzeichen.

Neben den Stones gab es für Jagger auch immer eigene Musik-Projekte. 1985 erschien sein erstes Soloalbum "She's The Boss". Die Platte war so erfolgreich, dass er weitere Soloaktivitäten plante. Beim Live-Aid-Konzert 1985 trat er an der Seite von Rockröhre Tina Turner auf, später veröffentlichte er mit Pop-Ikone David Bowie "Dancing In The Street". 2011 gründete Jagger eine eigene Band, SuperHeavy, unter anderen mit Eurythmics-Gitarrist David A. Stewart. Doch der Stones-Sänger machte nicht nur Musik. Er war auch auf der Leinwand zu sehen.

Der junge Jagger war scheu und konnte nicht gut Gefühle zeigen. Später wurde er vom Stones-Manager Andrew Oldham zum lauten und wilden Rebellen gemacht. Dieser entschied, Jagger und seine Band-Kollegen als Bürgerschreck, als böse Jungs, als "Anti-Beatles" zu verkaufen. Ein Bad Boy war Jagger auch, wenn es um Frauen ging. Jagger war zweimal verheiratet - fünf Kinder stammen aus diesen Beziehun gen. Mittlerweile hat er sieben Kinder und zwei Enkel. dpa/sm