Das Kaiserschloss von Potsdam-Babelsberg ist von außen fast wieder so eindrucksvoll wie einst. Die umfangreiche Sanierung und Restaurierung der äußeren Hülle - Dach, Fenster und Fassade - sei nahezu abgeschlossen, sagte der Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Hartmut Dorgerloh, am Donnerstag in Potsdam. Seit 2013 wurden nahezu zehn Millionen Euro in dem Unesco-Weltkulturerbe investiert. Etwa 50 Gewerke arbeiteten auf der Baustelle.

Die einstige Sommerresidenz von Preußenkaiser Wilhelm I. (1797-1888) und seiner Frau Augusta wird 2017 für eine Sonderausstellung zum Gartenkünstler Pückler geöffnet. Die Räume seien dann aber noch nicht restauriert, sagte Dorgerloh. Den finanziellen Aufwand für die Herrichtung im Inneren bezifferte er mit 30 Millionen Euro. "Der Beginn hängt davon ab, wie das Geld bereitsteht", sagte er.

"Es lohnt sich, in das Weltkulturerbe zu investieren", appellierte er in dem Zusammenhang an den Bund dafür, den 2016 auslaufenden Masterplan zur Rettung bedeutender Denkmäler fortzuführen. Mit weiterer finanzieller Unterstützung des Bundes werde gerechnet.

"Die Signale sind gut", sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Die Schlösser und Gärten müssten auch für die kommenden Generationen bewahrt werden.

Bis Ende 2016 stehen rund 155 Millionen Euro für die Preußen-Schätze bereit. Der Bund steuerte die Hälfte der Summe bei. Brandenburg gab 53 Millionen Euro und Berlin 24,5 Millionen Euro. Experten bezifferten den Investitionsbedarf an den maroden Denkmalen mit etwa 35 Millionen Euro.

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten betreut 800 Hektar Gartenanlagen, 30 Schlösser und 300 weitere Gebäude.