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Verkehr
B 169: Von Lärmschutz keine Spur

Protest gegen Lärm von der B169.
Protest gegen Lärm von der B169. FOTO: rur1
Cottbus. Ab Sonntagnacht sind die Anwohner der Bundesstraße 169 wieder in der Realität angekommen: Dann rollen die Transit-Lkw wieder ohne Einschränkung zwischen der A 15-Abfahrt Cottbus-West Richtung Großräschen und Ruhland zur A 13. Bis zum 30. Christian Taubert

September war die Bundesstraße wegen fast viermonatiger Bauarbeiten gesperrt.

"Die Gelegenheit, die Lkw auch weiterhin auf die Autobahn zu zwingen, ist vertan", konstatiert der Vorsitzende der Interessengemeinschaft (IG) B 169, Gerhard Düring. Der Landesbetrieb Straßenwesen werde die Umleitungsschilder auf den Autobahnen zurückbauen. "Für mehr Lärmschutz durch weniger Lkw auf der Bundesstraße ist wieder nicht gesorgt", verweist Düring auf zwei Urteile des Cottbuser Verwaltungsgerichtes zu Klein Oßnig und Allmosen. Darin werden die Landkreise Spree-Neiße und Oberspreewald-Lausitz aufgefordert, den Anwohnern der B 169 - täglich verkehren hier gut 1000 Lkw - gesetzlich vorgeschriebenen Lärmschutz zu gewähren.

Obwohl Spree-Neiße bis Ende September einen Vorschlag angekündigt hatte, musste Landrat Harald Altekrüger (CDU) am Mittwoch gegenüber der RUNDSCHAU passen. "Wir wollen den Anwohnern helfen, aber es gibt noch Abstimmungsbedarf mit Oberspreewald-Lausitz", sagt er. OSL-Landrat Siegurd Heinze (parteilos) hat gegen das Allmosen-Urteil ohnehin Widerspruch eingelegt und lässt eine Berufung beim Oberverwaltungsgericht prüfen.

Der Klägerin aus Klein Oßnig ist unterdessen der kostenlose Einbau von Lärmschutzfenstern angeboten worden, sagt IG-Chef Düring. Doch sie stehe zu ihrer Klage.