Mehrere grenzübergreifend agierende Banden konnte die Polizei in Brandenburg und Sachsen in den vergangenen Monaten überführen. So wurde beispielsweise im Dezember eine tschechische Gruppe in Dresden zu mehreren Jahren Haft verurteilt. Sie hatte Autos im Raum Dresden gestohlen und über die Grenze gebracht. In Brandenburg gelang vor wenigen Wochen die Festnahme einer Gruppe, die vom polnischen Gubin aus Autos in ganz Europa gestohlen hatte.

Diese und weitere Fälle lassen Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) optimistisch werden: "Ein hoher Fahndungsdruck und die verbesserte Zusammenarbeit mit den polnischen Kollegen zeigen Wirkung", sagt er. 3028 Autos wurden 2014 in Brandenburg gestohlen, rund 500 weniger als im Vorjahr. In fast jedem dritten Fall (30 Prozent) konnte die Polizei die Täter fassen, 2013 gelang das nur in jedem fünften (21 Prozent). In Sachsen ist die die Zahl der gestohlen Kraftfahrzeuge zwar um 3,1 Prozent gestiegen. An den Grenzen zu Polen und Tschechien, früher ein Schwerpunkt, wurden 2014 allerdings weniger Wagen geklaut.

Durch die Ermittlungserfolge hat die Polizei mittlerweile auch einen guten Einblick in die Strukturen der Täter. "Die Autodiebe agieren gut organisiert und gehen arbeitsteilig vor", erläutert Gerd Otter, Leiter Führungsgruppe bei der Brandenburger Soko Grenze. Oft seien kleine Banden am Werk, deren Kern aus einem Ort oder einer Familie kommt.

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